Aus der Zeit um 2.000 v. Chr. stammen erste keilschriftliche Aufzeichnungen über Bierrezepte. Es gab schon damals zwischen 12 und 20 Biersorten! Die ersten Biere gab es aber schon 1.000 Jahre früher in Mesopotamien. Der älteste Nachweis des Brauens auf deutschem Boden stammt aus der Zeit um 800 v. Chr. Es handelt sich um Bieramphoren der frühen Hallstattzeit, die 1935 in der Nähe von Kulmbach gefunden wurden. Wie bei den Ägyptern, so spielte auch später bei den Germanen das Bier als Opfer für die Götter eine wichtige Rolle. In der finnischen Volksdichtung Kalewala sind 200 Verse der Erschaffung der Welt gewidmet - 400 aber dem Bier! Bierbrauen war in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung ebenso wie das Brotbacken übrigens Sache der Frauen. Gelang ein Sud besonders gut, lud die "Dame des Hauses" ihre Nachbarinnen zum Bierkränzchen ein. Ein Brauch, aus dem später das Kaffeekränzchen entstand. Die älteste Darstellung eines Bierbrauers in Deutschland zeigt  einen Mönch als Bierbrauer. Sie stammt aus dem Mendel’schen Bruderhausbuch, das 1379 in Nürnberg entstand. Über den Bierverbrauch in den Klöstern liegen recht erstaunliche Angaben vor. Immerhin berichten die Chronisten, dass das Permit für den Bierverzehr jedes Klosterinsassen bei fünf Maß am Tag gelegen habe. Mit der Zeit entwickelten sich die Klosterbrauereien zu lukrativen Wirtschaftsbetrieben. Gegen Entgelt erhielten die Mönche das Recht, Bier gewerblich zu vertreiben. Ein Bierhandelsplatz größeren Stils war um das Jahr 1300 Bremen mit Export nach Holland, England, Skandinavien. Hamburg nannte sich stolz das “Brauhaus der Hanse”. Um 1500 wurden rund 600 Brauereien dort gezählt. Die Hanse exportierte Bier bis nach Indien.